VfB: Kvist kommt - und könnte Träsch ersetzen PDF Drucken E-Mail

VfB: Kvist kommt - und könnte Träsch ersetzen

Der VfB Stuttgart hat den lange umworbenen dänischen Nationalspieler William Kvist verpflichtet und damit eventuell einen Ersatz für Christian Träsch gefunden 

Der VfB Stuttgart hat den lange umworbenen dänischen Nationalspieler William Kvist verpflichtet - und damit auch einen Ersatz für den angeblich abwanderungswilligen Christian Träsch. Der 26 Jahre alte Kvist kommt vom dänischen Meister FC Kopenhagen, er erhielt einen Vertrag bis 2015. Die Ablösesumme für den defensiven Mittelfeldspieler, der bislang 20 Mal für Dänemark zum Einsatz kam, soll 3,3 Millionen Euro betragen. Durch den Wechsel zum Fußball-Bundesligisten verzichtet Kvist auf die mögliche Teilnahme an der Champions League mit Kopenhagen.

“Ich wollte mich nach vielen Jahren in Kopenhagen verändern”, erklärte Kvist, der seit 2004 für den neunmaligen dänischen Meister gespielt hatte. In 264 Spielen erzielte er 13 Treffer, sechsmal wurde er mit dem Klub Meister. Am liebsten, sagte er nach dem Medizincheck in Stuttgart, spiele er auf der Sechser-Position, darüber hinaus sieht sich Kvist als Führungsfigur: Wer seine Spiele für Kopenhagen gesehen habe, “hat mich auch auf dem Platz gehört”. Er sei kein Lionel Messi, sagte er scherzhaft, “ich mag es, die einfachen Pässe zu spielen.”

“Die Realisierung dieses Transfers war ein wichtiger Baustein in unseren Planungen”, sagte Sportdirektor Fredi Bobic, der damit rechnen muss, dass er Nationalspieler Träsch noch in diesem Sommer verkaufen muss. Mit dem Transfer für Kvist betrat der VfB zudem Neuland: Erstmals gab der Klub Geld für einen Spieler aus, ohne zuvor Transfereinnahmen erzielt zu haben. “Wir haben immer wieder betont, dass wir bereit sind, bei einem Transfer auch finanziell in Vorleistung zu gehen”, sagte Bobic jetzt.

Geld kommt demnächst womöglich durch einen Verkauf von Träsch in die Kasse. Der Mittelfeldspieler hat eine vorzeitige Verlängerung seines 2012 auslaufenden Vertrages um fünf Jahre abgelehnt. Um noch eine Ablösesumme zu erhalten, müsste der VfB den 23-Jährigen nun verkaufen. Der VfL Wolfsburg soll Interesse zeigen, die Ablöse bei etwa zehn

Millionen Euro liegen. “Unsere Schmerzgrenze für einen Transfer liegt sehr hoch”, sagte Bobic den Stuttgarter Nachrichten. Bisher gebe es allerdings keine Anfragen, behauptete er.

Auf jeden Fall soll Kvist in den kommenden Jahren eine tragende Rolle bei den Schwaben ausfüllen - so sieht es auch Trainer Bruno Labbadia, der bei der Bekanntgabe des Transfers fast ins Schwärmen geriet: “William Kvist bringt als Nationalspieler und Kapitän des FC Kopenhagen große internationale Erfahrung mit und strahlt enorme Ruhe am Ball aus. Er ist eine Bereicherung für den VfB und wird unser Spiel noch variabler machen.”

Quelle:http://www.fussballportal.de/bundesliga-channel/vfb-stuttgart/vfb-kvist-kommt-und-koennte-traesch-ersetzen